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Hackschnitzel


Hackschnitzel
Der Brennstoff Holz ist in Deutschland und Europa praktisch mehr als genug vorhanden und wächst ständig nach. Die Erneuerung eines Fichtenwaldes dauert zum Beispiel rund 60 bis 80 Jahre. Diese Zeitspanne klingt im Vergleich zur Entstehung von Erdöl oder –gas, welches dazu Jahrmillionen benötigte, schon beinahe lächerlich.

Hackschnitzel bestehen aus zerkleinertem Holz zum Beispiel aus Häckslern. Mobile Hacker produzieren und hacken hierfür minderwertiges Holz, das von der Industrie nicht mehr zu anderen hochwertigen Produkten verarbeitet werden kann.

In der Holz verarbeitenden Industrie kann man es nur noch etwa zur Herstellung von Spanplatten nutzen, doch es ist natürlich auch ein willkommener alternativer Brennstoff für Heizkraftwerke oder spezielle Hackschnitzelheizungen. Hierfür ist dieses „Abfallprodukt“ aus 100% Holz schon allein aus finanziellen Gründen sehr begehrt.

Seine effektive Heizleistung liegt etwa bei 4 kWh pro Kilogramm und der dazugehörige Preis beläuft sich vergleichsweise auf ca. 1,9 Cent gegenüber Heizöl mit 6,0 Cent (angenommener Ölpreis von 60 Ct/l, Verbrauch pro kWh).

Dabei hängt der Brennwert natürlich von der Feuchte der Hackschnitzel ab. Je mehr Restfeuchte der Brennstoff aufweist, je geringer ist sein Heizwert.

Hackschnitzel werden in speziellen Holzheizkesseln für Zentralheizungen verwendet die mit elektrischen Förderschnecken oder Kratzkettenförderern automatisch beschickt werden. In einigen Blockheizkraftwerken werden Hackschnitzel auch kombiniert zur Wärme- und Stromgewinnung eingesetzt. Zu Heizzwecken ist ein Energiebedarf ab 20 kW oder noch mehr wirtschaftlich sinnvoll und eignet sich deshalb vorzugsweise außer für Industrieanlagen für größere Gebäudekomplexe.

Hackschnitzelheizungen haben bei der Produktion einen ähnlich geringen Energieaufwand wie beispielsweise die Erzeugung von Kaminholz. Als Brennstoff haben sie eine hervorragende Ökobilanz vorzuweisen. Verbrennungsanlagen für Hackschnitzel sind nicht weniger komfortabel wie eine Ölheizung aber im Gegensatz dazu wesentlich umweltfreundlicher. Doch Vorsicht – jede noch so gute Heizung verfehlt ihren ursprünglichen Zweck wenn sie als Müllschlucker missbraucht wird. Garten- oder Küchenabfälle haben darin nichts verloren!

Genau wie jedes andere Brennholz sollte auch Hackgut idealer Weise vorgetrocknet werden. Eine Trocknung unter 40% Holzfeuchte ist dabei empfehlenswert. Trockenes Hackgut benötigt zu dem auch wesentlich weniger Lagerkapazität.

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