"Ein Grund für die unterschiedlich hohen Heizkosten in Gebäuden ist das Verhältnis von Außenfläche zum Volumen, das in großen Mehrfamilienhäusern aus geometrischen Gründen günstiger ist. Je kleiner das Verhältnis von Außenfläche zu Volumen, desto geringer ist der spezifische Energieverbrauch bei ansonsten gleichen Randbedingungen," erklärt Hans-Lothar Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Techem, das Ergebnis. "Der gleiche Effekt findet sich übrigens auch in der Natur wieder. So sind beispielsweise die antarktischen Pinguine deutlich größer als ihre Artgenossen am warmen Äquator, mit der Folge, dass der relative Wärmeverlust über die Körperoberfläche geringer wird. Genauso verhält es sich beim Energieverbrauch großer Gebäude, der mit durchschnittlich 13,5 Litern Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche (l/m²) durch die im Verhältnis kleinere Außenfläche deutlich niedriger ist, als in Zweifamilienhäusern (17,2 l/m²)."
Hinzu kommen zwei weitere Aspekte, die die Kostendifferenz ausmachen. Zum einen sinkt der Heizölpreis aufgrund der höheren Bezugsmengen. So lag dieser für Mehrfamilienhäuser bei 0,60 Euro pro Liter Heizöl (EUR/l) während er für Zweifamilienhäuser 0,69 EUR/l betrug. Zum anderen sind auch die verbrauchsunabhängigen Nebenkosten um die Hälfte niedriger, da einige Positionen wie Wartung, Immissionsmessung oder Kaminreinigung nahezu unabhängig von der Gebäudegröße anfallen, aber von mehreren Parteien getragen werden.
Bleibt als Alternative zu kalten Füßen nur noch der Umzug in ein Hochhaus? Nein, allein die verbrauchsabhängige Erfassung der Heiz- und Warmwasserkosten durch Techem führt zu einer jährlichen Einsparung in Deutschland von rund 9,4 Milliarden Kilowattstunden Heizenergie. Damit könnten hierzulande knapp 870.000 Wohnungen beheizt werden.
Die Analyse ist Teil einer umfassenden Techem-Studie, in der für die Heizperiode 2008/2009 Verbrauchsabrechnungen von fast drei Millionen Wohnungen in 257.187 Mehrfamilienhäusern ausgewertet wurden.