Zur Wahl stehen zum einen moderne Thermostatventile zur raumweisen Temperaturregelung und zum anderen Lösungen für die programmierbare Temperaturregelung je nach individueller Nutzung. Der Austausch der Thermostat-Köpfe ist technisch und finanziell nicht aufwendig und sorgt für optimale Einspar- und Behaglichkeitseffekte sowie einen erhöhten Wohnkomfort.
Der Energieverbauch kann ebenfalls durch den Einbau einer geregelten Heizungspumpe gesenkt werden. Die Heizungspumpe sorgt für die Zirkulation des Heizungswassers im gesamten Heizungssystem und ist für fünf bis zehn Prozent der Stromkosten im Haushalt verantwortlich. Oft sind die Heizungspumpen technisch veraltet und nicht am Heizbedarf des Gebäudes orientiert. Ungeregelte Standardpumpen passen sich nicht dem jeweiligen Bedarf der Heizungsanlage an und verbrauchen deutlich mehr Energie als moderne geregelte Pumpen. Zudem sind alte Pumpen im Verhältnis zum Gebäude oft viel zu groß ausgelegt. Das kostet unnötig viel Energie.
Hier kann ein erhebliches Einsparpotenzial erschlossen werden. Heute sind so genannte Hocheffizienzpumpen mit EC-Motoren und Differenzdruckregelung Stand der Technik. Diese modernen Pumpen arbeiten mit geregelter Drehzahl, das bedeutet, dass sich ihre Leistung automatisch dem erforderlichen Wärmebedarf anpasst. Hocheffiziente Umwälzpumpen können den erforderlichen Stromverbauch um bis zu 80 Prozent verringern. In Verbindung mit einem Hydraulischen Abgleich, der dafür sorgt, dass die Wärme in allen Räumen gleichzeitig und gleichmäßig ankommt und Optimierungsmaßnahmen wie zum Beispiel neuen Thermostatventilen mit Voreinstellung der Durchflüsse, können je nach Zustand der Heizungsanlage bis zu 20 Prozent des Heizenergieverbrauches zusätzlich eingespart werden.
"Die Wärmeversorgung eines Gebäudes muss als Gesamtsystem betrachtet werden - nur, wenn alle Faktoren wie zum Beispiel Wärmeerzeuger und Wärmeverteilung aufeinander abgestimmt sind, kann die Heizung optimal arbeiten", empfiehlt Horst Eisenbeis.