Auf die Wirksamkeit von Steueranreizen weist auch die "Verbändeinitiative für Effizienz und Klimaschutz" hin, ein Zusammenschluss führender Verbände aus Energiewirtschaft und Gebäudetechnik. Ein wissenschaftliches Gutachten im Auftrag der Verbändeinitiative belegt: Würde die Heizungssanierung steuerlich absetzbar, könnte sich die Zahl der jährlich erneuerten Heizungsanlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern innerhalb von zehn Jahren um 60 Prozent auf knapp 700 000 erhöhen. Nur mit einem solchen Modernisierungsschub lässt sich die angestrebte Verringerung des Energiebedarfs im Wärmemarkt realisieren.
In welcher Größenordnung mit einer Heizungssanierung Energie eingespart werden kann, zeigt sich am Beispiel der Öl-Brennwerttechnik: Sie verbraucht bis zu 30 Prozent weniger als ein veralteter Heizkessel. Im Verbund mit einer Solarwärmeanlage erhöht sich das Sparpotenzial auf 40 Prozent.
"Bund und Länder sollten sich schnell auf die steuerliche Förderung auch einzelner energetischer Sanierungsmaßnahmen verständigen und den Weg für ein entsprechendes Gesetz freimachen", sagt Prof. Christian Küchen als Sprecher der Verbändeinitiative. Bislang arbeitet erst jede fünfte Heizung in Deutschland effizient. Und nur rund die Hälfte davon ist mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie kombiniert. Finanzielle Impulse seien daher ein wirksames Mittel, die Effizienzsteigerung als eine der größten verfügbaren Energiequellen in Deutschland zu nutzen. "Effizienz ist unsere wichtigste Ressource", so Küchen weiter.