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Warmwasser - Energiesparen in der Küche

In der Küche wird oft und viel warmes Wasser benötigt. Sei es der morgendliche Tee, für den Abwasch oder das Wasser zum Eierkochen.

Wasserhahn mit Anschluss an die Heizungsanlage
Im Winter hält die Heizungsanlage ohnehin größere Mengen an warmem Wasser bereit. Das Wasser muss also nicht mehr komplett erhitzt werden und fließt bereits mit 40-60 °C aus dem Speicher. Hier ist nur noch verhältnismäßig wenig zusätzliche Energie nötig, um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

Anders sieht es im Sommer aus. Weil nun die Heizung ausgeschaltet ist, fließt die Engergie komplett in die Wärme des Brauchwasserspeichers. Das kostet im Verhältnis schon mehr, als Heizung und Speicher gleichzeitig zu betreiben. Daher wird in der Sommerzeit auch die Temperatur des Brauchwasserspeichers gesenkt. Fordert nun der Wasserhahn heißes Wasser, muss die Heizung dieses deutlich stärker erhitzen.

Durchlauferhitzer
Gibt es in der Küche keinen anderen Warmwasseranschluss, hat man natürlich wenige Alternativen. Ein Durchlauferhitzer ist klein und benötigt außer dem Wasseranschluss lediglich eine Steckdose. Dennoch ist der Betrieb recht kostspielig und eignet sich fast nur für kleine Mengen Wasser.

Wasser im Kochtopf erwärmen
Dies ist die mit Abstand teuerste Variante. Unabhängig, ob Sie ein Ceranfeld oder eine alte Herdplatte benutzen, geht hier auf dem Weg von der Herdplatte bis zum Wasser eine Menge Energie verloren. Zudem wird das Wasser nur von unten erwärmt und kühlt sich zeitgleich an allen anderen Seiten wieder ab. Wird die Restwärme der Herdplatte nicht genutzt, verliert man zusätzliche Energie. Lediglich gute Induktionsherde mit mindestens 3000 Watt und die Verwendung gut isolierter Töpfe sind hier eine vernünftige Alternative.

Wasserkocher
Ein moderner Wasserkocher hat oft 2000 bis 2500 Watt Leistung. Das ist mehr als die Kochplatte am Herd, bedeutet aber nicht, dass deswegen mehr Strom verbraucht wird. Ganz im Gegenteil wird sogar weniger Strom verbraucht, da der Heizvorgang deutlich kürzer ist. Gute Wasserkocher sind weitaus besser isoliert, als gute Kochtöpfe. Auch wird das Wasser nicht nur von unten erhitzt. Somit ergibt sich ein äußerst kurzer Kochvorgang, bei dem das Wasser gar nicht erst die Möglichkeit hat, sich wieder abzukühlen. Die Abschaltautomatik sorgt zusätzlich dafür, dass keine unnötige Energie verschwendet wird. Unter Idealbedingungen ist der Wasserkocher tatsächlich die energiesparenste Methode, um Wasser zu kochen. Tückisch ist allerdings, dass oftmals mehr Wasser gekocht wird, als eigentlich benötigt wird.

Mikrowelle
Was sich zunächst etwas merkwürdig anhört, ist gar nicht so abwegig. Natürlich kann man hier keinen 5-Liter-Behälter für den gesamten Familieneintopf hineinstellen, eine einzelne Tasse Tee ist aber in der Mikrowelle schnell erhitzt. Die Energieausbeute ist zudem hoch, denn Mikrowellen erhitzen tatsächlich nur das Wasser.

Ökologischer Aspekt
Wir haben zunächst nur den reinen Energieverbrauch bedacht, für den wir als Haushalt bezahlen. Betrachtet man den Einsatz von Strom statt Gas oder Öl aber unter ökologischen Gesichtspunkten, kehrt sich das Verhältnis um: Kaufen wir Öl oder Gas für die Heizung und erzeugen daraus Wärme, so ist dieses Öl/Gas der Primärenergieträger. Hierbei werden rund 60% in Wärmeenergie umgewandelt.

Strom hingegen wird auf verschiedenste Weise erzeugt. Also z.B. aus Atom-, Wind-, Solar- oder Wasserkraftanlagen. Unterm Strich ist die Stromerzeugung, -Leitung und -Verarbeitung aber so aufwändig, dass letztendlich nur 30% des ursprünglichen Primärenergieträgers in Wärme umgewandelt wird. Wer also seinen Strom überwiegend aus nicht-regenerativen Quellen bezieht, schadet mit dem Wasserkocher mehr, als mit der teureren Heizung.

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