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Pellet-Heizung

Bei der Holzverarbeitung fallen überall Abfallprodukte an. Das können beispielsweise Hobelspäne, Rinde oder Sägemehl sein. Diese naturbelassenen Produkte lassen sich hervorragend zur Wärmegewinnung verwenden. Zur besseren Handhabung und Dosierung wird dieser "Holzabfall" ausschließlich unter hohem Druck, also ohne jegliche chemische Bindemittel, zu den uns bekannten Pellets zusammen gepresst. Dabei sorgt das holzeigene Lignin dafür, dass die Pellets in ihrer Stäbchenform erhalten bleiben.

Holzpellets Vergleichsweise ist der Energiebedarf zur Herstellung sehr gering und liegt nur bei etwa 3% ihres Energiegehaltes. Holzpellets lassen sich nicht nur gut lagern und beim Brennvorgang dosieren, sie erreichen in guten Heizungen ebenfalls exzellente Abgaswerte. Auch der Heizwert kann sich durchaus sehen lassen, denn eine Tonne Pellets entspricht einer Leistung von 5000 kWh oder etwa 500 Litern Heizöl.

Rein rechnerisch liegt dabei der Preis pro kWh zum jetzigen Zeitpunkt interessanter Weise nur bei 3,9 Cent gegenüber 6 Cent bei Heizöl.

Grundsätzlich gehören Holzpellets zu den CO2-neutralen Brennstoffen mit den gleichen Eigenschaften wie Brennholz. Selbst wenn man bei dieser Betrachtung noch die Herstellung und den Transport mit einrechnet, sind Pellets eine umweltfreundliche Heizmethode, was das CO2-Äquivalent angeht. Die gemessenen Werte von Heizöl oder Gas liegen hier acht- bis zehnmal höher.

Gegenüber normalem Brennholz besitzen Pellets eine wesentlich geringere Restfeuchte von meist weniger als 10% und weisen damit einen wesentlich höheren Heizwert auf. Zudem besitzen sie einen Aschegehalt von unter 1,5%. Diese kann dabei bedenkenlos mit dem Hausmüll entsorgt oder als Dünger genutzt werden. Statistisch fallen in einem Einfamilienhaus mit Holzpellet-Heizung im Jahr nur etwa 30 kg Asche an.

Die Lagerung kann problemlos in geschlossenen Räumen erfolgen - einzige Bedingung - der Raum muss absolut trocken sein. Aufgrund ihrer hohen Energiedichte benötigen Pellets auch einen wesentlich geringeres Lagervolumen als etwa Scheitholz oder Hackschnitzel.

Das geringe Transportrisiko ist zu guter Letzt auch noch ein nicht unerheblicher Grund, der für die Pelletheizung spricht.

Trotzdem sind einige wichtige Fragen zu klären. Diese betreffen beispielsweise die viel diskutierte Feinstaubbelastung. Hier erreichen Pelletheizungen je nach Anlage zwischen 4 und 8 mg/MJ Wärmemenge. Im Vergleich dazu liegt der angegebene Wert von Stückholzkesseln bei ca. 90 mg/ML. Ölheizungen erreichen hier zwar nur einen Wert von etwa 3 mg/ML, doch der Unterschied zu diesen Heizmitteln liegt in der Schädlichkeit des Feinstaubes.

[Foto: Initiative Pro Pellets]

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