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Getreideheizung: Heizen mit Weizen

Getreide zum Heizen - diese Vorstellung klingt zugegebener Maßen für viele doch recht fremd und utopisch denn eigentlich verheizen wir hier doch unsere Lebensmittel. Aber dennoch - es ist wahr! Schließlich verwendet man auch Biokraftstoff aus Raps im Auto.

Getreideheizung: Heizen mit Weizen Mahlweizen als Brennstoff ist nur halb so teuer wie gepresstes Sägemehl und hat zudem einen sehr hohen Heizwert. 2,5 kg Getreide leisten erstaunlicher Weise das Gleiche wie ein Liter Heizöl. Der Heizpreis gestaltet sich bei der derzeitigen Entwicklung ähnlich wie bei Holzpellets und liegt rein rechnerisch bei ca. 3 Cent pro kWh. Das macht die Nutzung von Getreide zu Heizzwecken zumindest wirtschaftlich durchaus interessant.

Dabei hat dieses Getreide noch einige andere entscheidende Vorteile. So zum Beispiel seine alternativen Nutzungsarten die vom Nahrungsmittel über Futter- und Saatgut bis hin zur Energiequelle reichen. Man kann es problemlos lagern und es ist dabei gesundheitlich völlig unbedenklich.

Heizen mit Getreidestroh - das ist eine Alternative für die Industrie. Da es nicht getrocknet werden muss, kann es direkt vom Feld genutzt werden und ist in dieser Form auch sehr billig. Die Nutzung von Ballen eignet sich besonders für große und erzeugernahe Energieanlagen.

Die Kosten für zulässige Heizanlagen sind allerdings höher als bei Heizungen für Erdöl- und -gas, aber wiederum günstiger als Hackschnitzelanlagen.

Leider gibt es bei dieser Brennstoffvariante noch einige andere Nachteile. So ist Weizen als mineralhaltiges Getreide ein wertvolles Nahrungsmittel, doch diese "Kornenergie" stört den Heizprozess. Der Ascheanfall ist ungleich höher als bei Holz mit einem sehr niedrigen Schmelzpunkt. Das bedeutet, dass im Verbrennungsraum eine glasartige Schlacke entstehen kann. Durch erhöhte Staub- und Stickoxidemissionen bedingt durch den hohen Chlorid- und Schwefelgehalt, kann es zur Korrosionsgefahr beim Heizkessel kommen.

Heizkesselhersteller empfehlen deshalb das Mischen von Getreide mit Holzpellets in einem Verhältnis von ca. 30%.

Zugegeben, an dieser relativ neuen Heizmethode und den dafür vorgesehenen Kesseln muss wohl noch etwas gefeilt werden.

Bei Heizmethoden mit Weizen kommen bei manchen Verbrauchern natürlich auch ethnische Bedenken ins Spiel. Diese Überlegung ist zwar in gewisser Weise angebracht - aber - die Tatsache, dass mindestens 10% der Ackerfläche hier in Deutschland aus der Produktion genommen werden müssen, lässt die Getreideheizung damit wieder ins Gespräch kommen, wenn auch zugegebener Maßen, ein wenig widerwillig.

[Foto: obs/Getreide-, Markt- u. Ernährungsforschung]

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