Heizungskomponenten optimieren und Energiekosten einsparen

Wenn es draußen zunehmend kalt wird, soll es drinnen umso gemütlicher und behaglicher sein. Zum Start in die neue Heizsaison sollte deshalb der Fachhandwerker einen professionellen Blick in den Heizungskeller werfen, um den allgemeinen Zustand der Heizungsanlage zu überprüfen. Besonders durch "Heizungs-Oldtimer" wird in vielen Altbauten weiterhin sehr viel Energie verschwendet. Dabei können noch zu Beginn der kalten Wintermonate mit vergleichsweise geringen Mitteln Einsparerfolge realisiert werden. Der Einbau einer neuen, effizienten Heizungspumpe und moderner Thermostatventile hilft zum Beispiel, die Heizwärme nach Bedarf zu verteilen und damit spürbar Kosten zu senken.

"Wenn eine Heizung noch funktioniert, heißt das leider nicht, dass sie effizient arbeitet. Das ist vergleichbar mit einem alten, noch fahrenden Auto, das Unmengen an Sprit verbraucht und die Umwelt belastet", erklärt Horst Eisenbeis, Geschäftsführer der VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. in Berlin. Wer die Heizkosten deutlich reduzieren möchte, muss deshalb in eine neue Heizungsanlage investieren - oder vorab wichtige Teilkomponenten wie Thermostat-Köpfe oder die Heizungspumpe erneuern. Thermostatventile, die vor 1988 installiert wurden, entsprechen nicht dem heutigen Stand der Technik. Mit dem Austausch von veralteten Thermostat-Köpfen gegen moderne Regler lassen sich schnell und einfach bis zu sieben Prozent des Heizenergiebedarfs einsparen.

Zur Wahl stehen zum einen moderne Thermostatventile zur raumweisen Temperaturregelung und zum anderen Lösungen für die programmierbare Temperaturregelung je nach individueller Nutzung. Der Austausch der Thermostat-Köpfe ist technisch und finanziell nicht aufwendig und sorgt für optimale Einspar- und Behaglichkeitseffekte sowie einen erhöhten Wohnkomfort.

Der Energieverbauch kann ebenfalls durch den Einbau einer geregelten Heizungspumpe gesenkt werden. Die Heizungspumpe sorgt für die Zirkulation des Heizungswassers im gesamten Heizungssystem und ist für fünf bis zehn Prozent der Stromkosten im Haushalt verantwortlich. Oft sind die Heizungspumpen technisch veraltet und nicht am Heizbedarf des Gebäudes orientiert. Ungeregelte Standardpumpen passen sich nicht dem jeweiligen Bedarf der Heizungsanlage an und verbrauchen deutlich mehr Energie als moderne geregelte Pumpen. Zudem sind alte Pumpen im Verhältnis zum Gebäude oft viel zu groß ausgelegt. Das kostet unnötig viel Energie.

Hier kann ein erhebliches Einsparpotenzial erschlossen werden. Heute sind so genannte Hocheffizienzpumpen mit EC-Motoren und Differenzdruckregelung Stand der Technik. Diese modernen Pumpen arbeiten mit geregelter Drehzahl, das bedeutet, dass sich ihre Leistung automatisch dem erforderlichen Wärmebedarf anpasst. Hocheffiziente Umwälzpumpen können den erforderlichen Stromverbauch um bis zu 80 Prozent verringern. In Verbindung mit einem Hydraulischen Abgleich, der dafür sorgt, dass die Wärme in allen Räumen gleichzeitig und gleichmäßig ankommt und Optimierungsmaßnahmen wie zum Beispiel neuen Thermostatventilen mit Voreinstellung der Durchflüsse, können je nach Zustand der Heizungsanlage bis zu 20 Prozent des Heizenergieverbrauches zusätzlich eingespart werden.

"Die Wärmeversorgung eines Gebäudes muss als Gesamtsystem betrachtet werden - nur, wenn alle Faktoren wie zum Beispiel Wärmeerzeuger und Wärmeverteilung aufeinander abgestimmt sind, kann die Heizung optimal arbeiten", empfiehlt Horst Eisenbeis.

[VdZ]

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