Smart Home: Verbraucher bleiben bei der Heimvernetzung skeptisch

Per Smartphone das ganze Haus steuern, automatisch Morgens die Jalousien aufziehen, gleichzeitig die Kaffeemaschine starten und die Heizung im Bad hochfahren - unter den Schlagworten "Smart Home" oder "Intelligentes Wohnen" zieht Technik für die Gebäudesteuerung in Privathaushalte ein. Nicht nur clever, sondern energieeffizient sollen die Systeme sein, denn falls mal vergessen, kann die Heizung oder das Licht auch unterwegs gesteuert werden. Im Idealfall kümmert sich das Haus aber ganz von allein um Energie und Sicherheit - es weiß immer genau welcher Bewohner wann zu Hause ist, ob er schläft oder fern sieht. Doch Verbraucher und Experten äußern Bedenken. "Das intelligente Haus braucht die Anbindung ans Internet, Daten werde gespeichert und befinden sich in der ominösen Cloud, also irgendwo auf fremden Servern. Was vielen Menschen (zu Recht) spätestens seit dem NSA-Skandal eher suspekt erscheint", sagt Ralf Trautmann vom Onlinemagazin teltarif.de.

Erleichterungen, einfache Bedienung und bequem - Verbraucher mit einem intelligenten Zuhause sollen sich weniger Gedanken machen müssen, weil alles automatisch abläuft. "Manche Anwendung aus dem Bereich der Heimvernetzung hat für sich genommen tatsächlich einen erheblichen Mehrwert: So ermöglicht Heimvernetzung ein effizienteres Energiemanagement und hilft damit auch ganz simpel, bares Geld zu sparen", weiß Trautmann. Vernetzte Sicherheitstechniken helfen zudem bei der Gebäudeüberwachung. Eigentümer können aus der Ferne überprüfen, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind. Doch Verbraucher bleiben gegenüber der Smart-Home-Technologie skeptisch.

Die Heimvernetzung kämpft an verschiedenen Fronten mit Problemen. Ein Dilemma ist zum Beispiel, dass es an einheitlichen Standards fehlt. Entsprechend müsste sich der Nutzer zur kompletten Haussteuerung aus der Ferne unzählige Apps aufs Handy spielen - undenkbar in puncto Komfort. Darüber hinaus könnte es Probleme mit Hackerangriffen oder systematischer Datenauswertung geben. Dass E-Mail-Konten gehackt werden, ist schon kritisch genug. Wenn aber das komplett vernetzte Hause gekapert wird, sieht die Welt noch ganz anders aus. "Die Abneigung gegen das vernetzte Haus ist bei vielen Menschen noch grundlegender, stellt sich doch die Frage: Möchte ich überhaupt ein Haus, über dessen Innenleben fast alles bekannt ist und bei dem überwacht wird, wie lange ich schlafe, wann ich zur Arbeit gehe und wie viele Personen wie häufig zu Besuch kommen?"

[Quelle: teltarif.de Onlineverlag GmbH]

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