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Solarheizung - Heizen mit Sonnenkraft

Die Idee, Sonnenwärme aufzufangen und als Heizung zu gebrauchen, ist nicht neu. Doch erst in den letzten Jahren war die Technik soweit, dass Wärmeenergie auch effektiv und ohne große Verluste gespeichert werden kann. Genau hier liegt das Problem: Solange die heiße Sonne auf das Hausdach brennt, muss innen ohnehin selten geheizt werden. Wärmeenergie muss also gespeichert und möglichst verlustfrei über den Tag und die Nacht verteilt wieder abgegeben werden.

Solar Röhrenkollektor

Saisonale Probleme

Bei der Solarheizung werden mehr oder weniger großflächige Solaranlagen auf dem Dach montiert, die die Sonnenstrahlen einfangen. Im Sommer ist die Ausbeute bei starker Sonneneinstrahlung enorm, aber geheizt wird hier fast ausschließlich das Brauchwasser zum Duschen und Abwaschen. Im Winter hingegen bräuchten wir eigentlich eine große Menge Energie zum Heizen der Räume - doch genau dann scheint die Sonne nur noch kurz und wenig intensiv. Würde man die im Sommer gespeicherte Energie für den Winter speichern wollen, bräuchte man riesige Energiespeicher zu horrenden Kosten. Letztere stehen aber in keinem Vergleich zu den tatsächlichen Einsparungen gegenüber einer vorhandenen Öl- oder Gasheizung.

Warmwasser aus Solarenergie

Was übrig bleibt, ist die Verwendung der Solarenergie als zusätzliche Stromquelle oder als Unterstützung zur Erwärmung des Brauchwassers. Schon mit Sonnenkollektoren ab 5 m² lässt sich ein Einfamilienhaus mit warmem Wasser versorgen. Anders als bei Solarzellen, die zur Stromgewinnung verwendet werden, fließt hier jedoch kein Strom, sondern ein Gemisch aus Wasser und Propylenglykol durch die Solaranlage. Dies ist eine Flüssigkeit, die sich hervorragend zum längeren Speichern von Wärme eigenet.

Im Haus befindet sich zudem ein großer Speichertank (ab 300 Liter). Wird nun warmes Brauchwasser benötigt, wird dieses zunächst im Wärmespeicher erwärmt. Reicht die gespeicherte Heizkraft nicht mehr aus, kann zusätzlich die herkömmliche Heizung einspringen, die das bereits vorgewärmte Brauchwasser dann nur noch nachwärmen muss.

Ist der Speicher groß genug, kann mittels einer Kombianlage auch ein zweiter und komplett abgetrennter Wasserkreislauf eingerichtet werden, der zusätzlich die Heizungsanlage versorgt.

Kosten

Als Faustregel für eine solarthermische Warmwasser-Lösung gilt: Pro Person 1,5 bis 2 m² Kollektorfläche auf dem Dach und 100 Liter Speicher. Im Einzelfall sollte man allerdings die baulichen Gegebenheiten einbeziehen, denn die Entfernung vom Solarkollektor bis zum Speicher und auch die Dämmung des Hauses spielt hier eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten bei 5000 bis 6000 Euro. Die Einsparungen beim Brauchwasser werden regelmäßig mit ca. 60% angegeben. Wer jetzt schnell anfängt zu rechnen, wird je nach eigenem Verbrauch auf einen Zeitraum von rund 15 Jahren kommen, nach dem sich die ganze Investition amortisiert. Berücksichtigt man jetzt noch eventuelle Reparaturen und eine Haltbarkeit der gesamten Anlage von 20 Jahren, sieht die Investition schon nicht mehr ganz rosig aus.

In der Tat basiert der finanzielle Vorteil einer Solarheizung eher auf Spekulation - wenngleich diese auch recht sicher ist: Der heutige Gaspreis steigt rapide. Allein in den letzten 10 Jahren hat sich der Preis fast verdoppelt. Dass die Gaspreise in Zukunft gleich bleiben oder gar fallen, gilt als äußerst unwahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund rentiert sich die Solarheizung auf jeden Fall und rentiert sich sicherlich schon in weniger als 10 Jahren.

[Foto: Paradigma]

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